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DFG-Graduiertenkolleg: GRK 806/2
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Vom 11.-12.September 2008 fand das Abschlusskolloquium des Graduiertenkollegs an der Fakultät für Angewandte Wissenschaften in Freiburg statt. Das Kolloquium umfasste vier Keynote-Vorträge von Thomas Eiter (TU Wien, Vortragsfolien (.pdf)), Michael Huth (Imperial College, Vortragsfolien (.pdf)), Alexander Prestel (U. Konstanz) und Victor Vianu (U.C. San Diego). Ergänzend trugen die Stipendiaten des Graduiertenkollegs über ihre Forschungsergebnisse vor.
Im Anschluss an das Abschlusskolloquium fand vom 13.-15. September 2008 eine vom Graduiertenkolleg unterstützte Konferenz zur Modelltheorie von Körpern statt. Nähere Informationen sowie das Programm finden Sie auf der Konferenzseite.
Im 20. Jahrhundert hat sich die Mathematische Logik von einer zunächst mehr grundlagentheoretisch orientierten Wissenschaft zu einer mathematischen Disziplin erweitert, deren Sichtweisen, Methoden und Ergebnisse zu einer Bereicherung traditioneller mathematischer Gebiete beitragen. Mannigfaltige Verflechtungen mit der Informatik, die in Teilen selbst aus der Mathematischen Logik hervorgegangen ist, haben zu einer wechelseitigen Förderung beider Wissenschaften geführt. Die Arbeit der Informatiker aus Freiburg und der Logiker aus Freiburg und Konstanz, die das Graduiertenkolleg tragen, war schon vor Einrichtung des Graduiertenkollegs in weiten Teilen durch diese Bezüge geprägt.
Mit dem Graduiertenkolleg wird diese "gelebte" Verflochtenheit von Logik und Mathematik/Informatik in Forschung und Lehre weiterhin intensiviert. Das Graduiertenkolleg will die vorhandene Kompetenz durch ein aufeinander abgestimmtes, attraktives Lehr- und Forschungsprogramm an Jüngere weitergeben.
Hierbei handelt es sich um einen Fragenkreis im Grenzgebiet zwischen Mathematischer Logik und Informatik: er verbindet die endliche Modelltheorie, das modelltheoretische und berechenbarkeitstheoretische Studium endlicher Strukturen, mit Kernproblemen der Informatik. Die fachliche Kompetenz sowohl bei den anwendungsrelevanten als auch bei den theoretischen Aspekten soll eine breite Behandlung des Themas sicherstellen. In verschiedenen industriellen Bereichen, so etwa im Protokoll- und Hardwareentwurf, werden Spezialisten im Model-Checking dringend gesucht.
Hierbei handelt es sich um einen doppelten Zusammenhang zwischen Algebra und mathematischer Logik, nämlich Anwendungen der Algebra und der Rekursionstheorie zur Lösung von Entscheidbarkeitsproblemen, und Anwendungen der Modelltheorie zur Lösung rein algebraisch-arithmetischer Fragen, etwa in der algebraischen Geometrie.
Prof. Dr. Georg Lausen
Lehrstuhl Datenbanken und Informationssysteme
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Georges-Köhler Allee, Geb. 51
D-79110 Freiburg i. Br.
Tel. (0761) 203-8121 (Sekr. -8180, Fax -8182)
E-mail: lausen(at)informatik.uni-freiburg.de
WWW-Adresse: http://dbis.informatik.uni-freiburg.de/index.php?file=lausen.html